Auf zum Polarkreis
Vorwort
Reise 2012 nach Norwegen zum Polarkreis
Dieses Jahr soll es in den hohen Norden gehen. Die Idee dazu kam von meinen Freunden Daniel und Julia, mit denen ich schon 2006 in den Alpen unterwegs war. Auf die Frage wohin genau es denn gehen soll war die Antwort eindeutig: Wir fahren zum Polarkreis.
Mit von der Partie werden Fred Motorrad-Tourer.com und Carlo Pfiffikus sein. Nun ist es aber nicht so, das wir einfach in den Urlaub fahren und die Gegend angucken wollen, sondern wir haben zur Abwechslung mal ein Ziel und Programm. Wir wollen am 21.6. zur Mitternachtssonne am Polarkreis sein. Auf dem Weg durch Norwegen werden wir dann auch einige Produkte unserer Partner testen.
Unsere Unterstützer
Förderer und Sponsoren
Das diesmal alles ein wenig anders ist liegt in hohem Maße an unserem Organisationstalent Fred. Diese Reise ist auf der einen Seite Urlaub aber auch Arbeit. Wir werden auf dieser Reise von verschiedenen Firmen und Intuitionen unterstützt und werden deren Produkte und Leistungen testen. Im Laufe dieses Reiseberichts werde ich auch an gegebener Stelle gezielt auf die Einzelheiten zu sprechen kommen.
Ich möchte aber an dieser Stelle schon mal unsere Unterstützer vorstellen. Wir werden die neuen Klapphelme von HJC fahren, die dieses Frühjahr auf den Markt kommen werden. Diese Helme sollen trotz der Mechanik ein sehr geringes Gewicht haben was durch ein neues Produktionsverfahren für die Schale erreicht wird. Im Winter haben wir bei Polo in Berlin bereits mal Maß genommen und können es kaum erwarten bis die Helme verfügbar sind.
Fred wird ein Satz Motorrad Bekleidung von Rukka tragen und dem Norwegischen Wetter aussetzen. Carlo und ich werden Kleidung von MotoFast ausprobieren. Eine neue Marke auf dem deutschen Markt. Praktischer weise ist Maßanfertigung möglich, da irgendwie über Winter schon wieder alle Klamotten eingelaufen sind. Wenn ich den erwische...
Der Ausrüstung Spezialist sw-motech - Bags-connection wird uns bei unseren Fahrzeugen unterstützen. Von dieser Firma werden wir einen Tankrucksack für Fred und Carlo ausprobieren. Carlo bringt sein restliches Gepäck in einem Drysack unter. Für die Dokumentation der Tour werden noch 2 Kamera Ram Mount Adapter montiert.
Mit der Hilfe von Daniel werden wir unsere Fahrzeuge mit Ölen und Schmierstoffen von Castrol fahren. Wer den Wert seines Motorrad erhalten will sorgt rechtzeitig für einen Wechsel alter Schmierstoffe. Wir werden auf dieser Tour auch Funkgeräte von Midland Typ G9 mit Headsets einsetzen. Das macht das Fahren in der Gruppe einfacherer. Schnell ist mal ein Fotostopp durchgesagt oder ein abgehängter Mitfahrer kann sich melden.
Die Planung
Ausrüstung, Termine und Strecke
Im Januar 2012 fangen wir mit den Planungen der Strecke an. Unser erstes Problem bei der Tour ist der Zeitplan. Wer nach Norwegen fährt handelt als Motorradfahrer meist nach dem Motto 'Der Weg ist das Ziel' und abends wird sich schon eine Unterkunft vor Ort finden. So können wir diesmal leider nicht verfahren, da die Urlaubsplanung aus beruflichen Gründen nicht einfach ist. Das macht es nötig einen festen Plan für die Tour auszuarbeiten, die möglichen Unterkünfte im Voraus zu planen und nach Möglichkeit zu reservieren. Das mögliche Wetter müssen wir ignorieren und nehmen wie es kommt. Reserven haben wir leider keine. Aber wir essen immer artig auf und so wird es wohl schon passen.
Mit diesen Vorgaben im Nacken hat Fred uns schon mal die Fähre von Kiel nach Oslo für den 17.6.2012 Reserviert. Wir fahren mit freundlicher Unterstützung der Color Line auf einer der größten Fähren Europas über Nacht nach Oslo wo wir am 18.6 Vormittag ankommen und unsere Reise starten werden. Die Rückfahrt haben wir gleich mit gebucht und so müssen wir am 30.6 wieder am Kai in Oslo sein. Wir freuen uns schon auf das Schiff, das wohl einiges zu bieten hat. Auf der Webseite von Color Line finden sich die Daten zu dieser riesen Fähre.
Wie man aus diesen Daten schon ahnt, haben wir uns da ganz schön was vorgenommen. Wir müssen von Oslo zum Polarkreis in 3 Tagen kommen - egal wie. Die Rückfahrt nach Oslo wird dann deutlich entspannter, ist aber aufgrund der insgesamt zu fahrenden 4000km nicht ohne Herausforderung.
Jetzt sitzen wir gemütlich alle zusammen und überlegen uns, wie wir vorgehen sollen. Praktische Erfahrungen für den Großteil der Strecke hat keiner von uns. Aber als Tourenfahrer nehmen wir die Herausforderung sportlich. Ich greife also zum PC, rufe meine Touren Planungssoftware auf (Garmin Mapsource) und setze mal ein paar Punkte als Wegpunkte auf die Karte und lass den Rest das Programm machen. Na, das wird ja ein Ding. Da die Anfahrt im Prinzip feststeht und wir nicht nur der E6 nach Norden folgen wollen zerlegen wir den Weg zum Polarkreis in 4 möglichst gleich lange Etappen und achten darauf nicht mehr als 300km pro Tag zu fahren. Das Tempo in Norwegen ist eher gemächlich und Limits wollen wir zur Schonung unserer Kasse nicht übertreten.
So ergibt sich nach Rückfrage bei anderen Norwegenfahrern eine akzeptable Anreise ohne wirkliche Highlights. Wir werden außerhalb von Trondheim in Hütten übernachten und der Stadt einen Abstecher widmen. Ansonsten sehen wir zu, das wir unser Ziel am 21.6 zügig erreichen.
Fred hat schon angefangen mal ein paar kurze Artikel über unseren Plan zu verfassen, die man hier nachlesen kann:
Teil 1 - Teil 2 - Teil 3. Fred führt auch ein Blog über die Reise
Ich stöbere da lieber im Web rum und suche uns die Norwegen Highlights raus, die wir auf jeden Fall mitnehmen müssen. Sehr hilfreich waren hierbei 2 Dinge: Das ADAC Tourenpaket für Norwegen und der kostenlose Reiseführer Touristeninformation für den Kystriksveien Route 17. Der lässt sich dort als PDF im Shop auf Deutsch runter laden und enthält neben Fährenplänen und Sehenswürdigkeiten auch Unterkünfte an der Strecke. Dazu alles mit WGS84 Dezimal Geo Koordinaten so das man diese direkt in seine Planungssoftware übernehmen kann. Sehr Praktisch!
Mit den ganzen Informationen bewaffnet gelingt es auch die Rückfahrt nach Oslo so zu planen, das wir unter Berücksichtigung der ganzen Fähren in Norwegen gut fahrbare Etappen bekommen und nicht hetzen müssen. Wir werden von reinen Fahrzeiten um 6h pro Tag ausgehen und haben dazu täglich etliche Reservezeit für Pausen, Fotos und Besichtigungen eingeplant. Und dunkel wird es praktischer Weise auch nicht wirklich. So werden wir nun die nächsten Tage immer wieder mal gemeinsam die Tour überprüfen während Fred ein paar Anfragen an mögliche Unterkünfte raus geschickt hat. Wir lassen uns überraschen ...
Fortsetzung folgt






