7.Tag – Banskà Stiavnica

24.06.2005 – Bergwerksbesuch, Rundfahrt bei Banskà Stiavnica/Schemnitz

Wie schon erwähnt befinden wir uns in einer Region mit intensiven Bergbau. Gold, Silber und Kupfer wurden hier Jahrhunderte lang abgebaut. Was liegt also näher als ein Besuch in einem solchen Bergwerk? Wir lassen die Motorräder stehen und fahren mit einem Sammeltaxi in das naheliegende Bergwerksmuseum von Banskà Stiavnica. Diese Museum gliedert sich in 2 Teile. Es gibt den oberirdischen Teil mit einem Geologie Garten und einer Ausstellung von Abbaumethoden aus allen Jahrhunderten. Auch hier hatten deutsche Ingenieure wieder ihre Finger im Spiel.

Bergwerksbesuch bei Banska StiavnicaKurze Zeit später steigen wir, ausgerüstet mit Grubenlampe, Helm und Umhang, hinab zum Eingang des Bartholomäus Stollen. Vor dem Eingang beschleichen mich dann doch kurz ein paar Bedenken denn das Bergwerk ist seit Ende der 80er Jahren stillgelegt und wie es mit der Sicherheit wohl heute aussieht? Nun gut, wie man sieht, haben wir es unbeschadet überlebt.

Wir steigen in den Stollen ein. Mariam bemüht sich wieder als Dolmetscher und übersetzt uns die slowakische Führung. Der Stollen ist gut hergerichtet und man erklärt uns die Abbaumethoden von gestern und heute. Unser Führer passt auf, dass niemand verloren geht. Seiner Aussage nach ziehen sich die Systeme hunderte von Kilometern unter den Bergen hin. Hier wurde alles ausgehöhlt auf der Suche nach dem Edelmetall.

Im Stollen ist es kühl und feucht und als wir wieder nach oben kommen trifft und die Wärme des Tages doppelt so hart. Wir wandern die kurze Strecke zurück in die Stadt die im 12. Jahrhundert von deutschen Bergleuten gegründet wurde. Sie ist Sitz der ersten Montanhochschule der Welt. Die Altstadt steht auch hier inzwischen unter Denkmalschutz und ist durchaus sehenswert. Ich nehme mir etwas Zeit und sehe mich ein wenig um eh wir uns für eine kurze Mittagsruhe zurückziehen. Wer will, kann sich in der Stadt das alte Schloss aus dem 13. Jahrhundert ansehen, das im 16. Jahrhundert zu einer Festung gegen die Türken ausgebaut wurde. Die Stadt hat noch einiges anderes zu bieten, das ich hier nicht alles aufzählen kann. Ein Besuch über 2 Tage ist durchaus empfehlenswert.

Am Nachmittag unternehmen ein paar von uns weitere Entdeckungstouren in die Stadt, ich fahre lieber mit Deniz, Jörg und Wilfried ein wenig die Gegend erkunden. Deniz zeigt und klare Seen in der Nähe, die als Reservoir für den Bergbau angelegt wurden. Mit dem Wasser wurden die Maschinen angetrieben. Heute sind sie beliebter Ausflugsort und wir testen einen der Seen bei einem kurzen Bad. Weiter nach Süden läuft das Land in die ungarische Ebene aus, die Grenze ist nicht mehr so weit entfernt. Unsere kleine Runde ist bald zu Ende und wir treffen die Anderen vor unserem Hotel wie sie bereits die Küche testen. Zuhause werden wir dann Bilder austauschen, die wir diesen Tag gemacht haben. Heute haben wir zwar keine Kilometer abgerissen, sind aber trotzdem etwas fertig. Wir werden uns mit einem guten Abendessen verwöhnen und besuchen anschließend noch ein kleines Jazz Café in der Nähe.

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Seite 2 Reiseroute, Seite 3 Bilder vom Tag

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