Ferropolis

Reise in die Stadt aus Eisen – 313km

Diese Tour wird auf ihren Weg nach Ferropolis das Land Brandenburg wieder einmal verlassen, aber das übersehen wir ganz dezent, denn der Ausflug lohnt sich. Wir starten auch diesmal wieder in Berlin Rudow und nutzen den P+R Parkplatz am U-Bahnhof als Treffpunkt. Vor hier geht es Richtung Flughafen zur Autobahn, die wir aber bereits nach wenigen Kilometern hinter dem Berliner Ring in Richtung Mittenwalde verlassen. Wir wollen der B246 Richtung Zossen folgen, müssen aber wegen einer Vollsperrung eine Umleitung zur B96 nehmen, die uns auch nach Zossen bringt.

In Zossen geht es dann nach Rechts auf die L791 zum Mellensee und weiter auf der L70 am Neuendorfer See vorbei. Wir kommen auf dieser Straße durch das Gebiet der ehemaligen russischen Kasernen, von denen noch immer kleine Teile zu sehen sind. Ansonsten wohnt hier kaum einer und die Straßen sind angenehm leer. Wir kreuzen die L73 und kommen dann auf die B115. Aber auch auf dieser Straße bleiben wir nicht lange und biegen nach Links auf die L715 ab.

Wir sind im Fläming und nähern uns der Glücksburger Heide und der Brandenburger Landesgrenze. Die Gegend wird etwas hügliger und man kann hier sehr entspannt fahren. Es gibt so gut wie keinen störenden Verkehr, wir haben die Straße für uns alleine. So kommt die Schwarze Elster in Sicht und jetzt ist es nicht mehr weit bis zur Elbe. Wer will oder muss kann hier noch mal tanken. Sprit fürs Bike, Mineralwasser für den Fahrer.

Die Fähre bei Pretsch ist im Dauereinsatz und wird nur über einen Strömungsanker ohne Motorkraft betrieben. So setzt man fast geräuschlos über. Die Zeit reicht gerade für eine schnelle Zigarette und schon geht es auf der anderen Seite weiter am Rand der Dübener Heide entlang auf gut ausgebauten Straßen unserem ersten Ziel Gräfenhainichen entgegen. Hier wollen wir Mittag essen und besuchen zu diesem Zweck das Restaurant Hollywood mitten in der Stadt. Der große Parkplatz macht das Abstellen der Motorräder leicht und wir genießen den Besuch bei gutem Essen. Sehr empfehlenswert.

So gestärkt fahren wir nun noch die wenigen Kilometer nach Ferropolis. Die Bagger konnte man schon kurz von der Bundesstraße aus sehen und die Spannung steigt. Nach der Abgabe unseres Obolus von 4€ pro Person machen wir uns zu Fuß daran das Gelände und die Geräte zu erkunden. Man fühlt sich ganz klein wenn man unter diesen Riesen steht. Der Name Stadt aus Eisen ist sehr treffend. Die hier versammelten Relikte des Braunkohle Tagebaus sind gewaltig. Ein alter Absetzer kann beklettert werden. Es führt ein gesicherter Rundgang über das ganze Gerät. Von Oben hat man einen schönen Ausblick über den See und die gesamte Anlage. Wer sich ein wenig für Technik interessiert kann hier Stunden mit stöbern verbringen.

Die Rückfahrt haben wir wenig spektakulär über die A9 absolviert da es spät geworden ist. Wer mehr Zeit hat kann natürlich auch über kleine Straßen durch den Fläming zurück nach Berlin fahren. Anregungen dafür gibt es in meinen anderen Touren, so das man dort einen passenden Abschnitt auswählen kann. Die Tour als .gpx kann über dem Link unter dem Höhenprofil geladen werden.

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