Fläming

Kontraste entdecken Entlang des Urstromtals über den Höhenzug des Fläming, 223km

Start und Zielpunkte dieser Runde sind der Parkplatz am U-Bahnhof Rudow und die Spinnerbrücke. Die Tour kann in beiden Richtungen gefahren werden, aber ich empfehle den Start an der Spinnerbrücke. so hat man die Sonne meist von hinten und es fährt sich angenehmer. In welche Richtung man diese Runde letztendlich fährt, liegt an euch.

Diese Tour hatte für mich mehrere kleine Überraschungen. Gefahren bin ich bei schönen Wetter am 1.Mai Feiertag. Fast der ganze Weg ist durchgängig gut befahrbar. Es gibt einen kleinen Abschnitt mit sehr guten Kopfsteinplaster den Fläming hinauf, aber das ist 1A in Schuss und Problemlos fahrbar. Schöne alte Plasterarbeit aus gut gesetzten kleinen Steinen. Das findet man heute sehr selten. Die Arbeiten wurden so gut ausgeführt, das es bis heute keine Teerflicken gibt und die Straße kaum wellig ist. Bis kurz vor Berlin ist es ein Genuss die Strecke zu fahren.

Beim Start an der Spinnerbrücke führt uns die Route erst kurz über die Autobahn. So entkommen wir dem Berliner Verkehr recht schnell. Bei Potsdam-Drewitz geht es dann auch schon wieder runter auf die Brandenburger Landstraßen in Richtung Phillipstal. Dieser kleine Ort mausert sich in letzter Zeit. Im Herbst gibt es hier Kürbisse ohne Ende, jetzt im Frühling gibt ess allerlei Blumen und die Leute sitzen im und vor dem kleinen Restaurant beim Spargel essen. Ein bisschen auf den Ausflugsverkehr achten, wir sind noch im Berliner Einzugsgebiet. Spätestens nach dem Unterqueren des Berliner Rings wird es ruhiger. Über den Fresdorfer Weg, der noch ein paar Meter Plattentektonik hat, geht es weiter nach Zauchwitz und Dobbrikow durch dichte Brandenburger Wälder. Bitte rund um Dobbrikow auf die Verkehrsregeln achten, damit es kein teurer Ausflug wird. Einige müssen es in dieser Gegend leider immer wieder übertreiben so das mit Überwachung zu rechnen ist.

Wir befinden uns nun in der Spargelhochburg Brandenburgs. Kaum eine Strassenkreuzung ohne Spargelverkauf. Der sieht aber auch wirklich lecker aus. Jedes Restaurant in der Gegend hat ihn natürlich auch auf der Karte. Es geht weiter nach Süden auf der L812. Merke: 3-Stellige Zahlen bei Landstraßen heißt meist: gut fahrbar. Bei 4-Stelligen ist Vorsicht angesagt – Überraschungen sind möglich. Langsam steigt die Landschaft an. Begleitet von unendlichen Rapsfeldern und Windrädern in Hülle und Fülle geht es auf den Rücken des Urstromtals rauf.

Jüterbog und die B102 weitgehend vermeidend geht es nun nach Osten über die Dörfer. Die Wälder sind verschwunden und machen Platz für Weizen und Rapsfelder. Der Raps steht in voller Blüte und gibt mit seinem knalligen Gelb einen schönen Kontrast zum satt grünen Weizen und dem blauen Himmel. Der Blick kann hier weit über die leicht hüglige Landschaft schweifen. Verkehr gibt es hier fast gar keinen. Alle paar Minuten mal ein Auto, ein paar Radfahrer und natürlich Skater, die den Fläming-Skate ausgiebig nutzen. Das Fahren macht hier richtig Spaß und ich lass es laufen. Geführt vom Navi ist das viele Abbiegen kein Problem.

So geht das weiter bis zur B115 bei Golssen. Die Felder enden und der Brandenburger Wald übernimmt wieder das Landschaftsbild. Hier tanke ich auch erst mal. Tankstellen sind auf dieser Runde nämlich nicht so reichlich vorhanden. Kurz hinter Golssen kommt man bei Waldow vorbei, wo sich ein Abstecher zum Spreewaldring lohnt. Motodrom und Kartbahn besuchen, nur zugucken oder selber fahren. Wer mit dem Motorrad auf den Ring will muss vorher aber Instruktor Kurse belegen. Am Horizont taucht schon die Halle des Tropical Island auf.

Je nach dem, wie viel Pausen man gemacht hat, das Wetter ist und ob man in Waldow Station gemacht hat, kann man nun entscheiden den Rückweg über die A13 anzutreten oder noch ein wenig weiter der Landstraße zu folgen. Zumindest der Weg von Brand nach Halbe ist noch lohnend. Entlang der Eisenbahn über wenig befahrenen Wege. Ob man dann von Halbe aus der B179 folgt (ist auch nett zu fahren) oder auf die A13 geht ist auch wieder eine Entscheidung wert. Spätestens vor Königs Wusterhausen muss man sich klar sein, das nun der Verkehr stark zunimmt. Meine Route über Ziegenhals entpuppte sich jedenfalls als etwas nervig wegen des Ausflugsverkehrs. Ist zwar nett zum gucken aber nervig zu fahren. Ich würde bei Niederehme auf den Ring gehen und dann ab nach Rudow.

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