Tag 6 – Amboise nach Cluny

23.6.2004 – von Amboise nach Cluny

Wir haben schon wieder Donnerstag und es ist Zeit die Rückreise anzutreten. Über Montrichard geht es zunächst wieder am Cher entlang nach Vierzon und weiter nach Bourges. Hier wollen wir Tanken, treffen aber prompt wieder auf lauter Automaten an den Tankstellen. Service schreibt man hier klein und so müssen ein wenig suchen eh wir gegen bare Münze tanken können.

Kurz hinter Nevers zweigen wir dann auf eine südlich der Hauptroute verlaufende Nebenstrecke ab.

Gegen Mittag erreichen wir dann wieder den Burgund und gehen bei Cluny, das vor den Zeiten des Vatikans der Hauptort des Christentums in Europa war, auf die Straße des Burgunder Weißweins. Eine hübsche Strecke gesäumt von Weingärten, verschlafenen Dörfern und einer Burg. Auch hier kommen wir wieder durch bei Weinliebhabern bekannte Dörfer und Lagen wie Givry, Buxy, Meursault, Chagny und Mercurey.

Wir schlagen für die Nacht unser Quartier in Cluny im Hotel „Abbaye“ auf und lassen uns noch einmal von burgundischer Kochkunst verwöhnen. Laut Michael gibt es hier die beste Gänseleberpastete und einen guten Wein und so warten wir auf die Öffnung der Küche. Der Koch wuselt schon einige Zeit im Hintergrund und die Düfte aus der Küche lassen uns hoffen. Das Essen war dann auch recht lecker und wir genießen den letzten gemeinsamen Abend auf der Reise.

Ansonsten gab es an dem Tag nichts weiter, was erwähnenswert gewesen wäre. Es gab noch nicht mal gute Fotomotive, so das ich von diesem Tag kaum Bilder habe. Lediglich eines ist uns in der Nacht aufgefallen: Die Kids fahren allen frisierte Mopeds meist ohne Auspuff was dann beim Versuch zu schlafen doch hinderlich sein kann.

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Tag 7 – Cluny nach Stetten

24.6.2004 – Von Cluny über die Schweiz nach Stetten am Bodensee

Das Frühstück ist hier in Cluny besser als gewohnt. Naja, schlechter geht ja auch kaum. Wir fahren heute von Cluny über den Jura und durch die Schweiz zurück zum Bodensee. Das ist eine reine Verbindungsetappe die uns den ganzen Tag kosten wird. Der Weg zieht sich endlos und so kommen wir erst gegen 19Uhr in Stetten am Bodensee an, wo wir im Hotel Rebstock einkehren. Hier endet die Reise an die Loire. Wir treffen im Hotel eine 2. Reisegruppe um Bernd, der am nächsten Tag nach Südfrankreich fährt. Wolfram hat diese Tour als Anschlussreise gebucht und fährt am nächsten Morgen mit Bernd los.

Nach der langen Rückreise genießen wir die gute Küche des Rebstocks und haben uns viel zu erzählen.

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Loire Fazit

Dies war meine erste Frankreich Reise überhaupt. Wie ich feststellen musste, kommt man auf dem Land mit deutsch und englisch dort nicht weit. Zum Glück konnten die anderen ein paar Brocken französisch. Mein Eindruck das man mit deutsch und englisch nicht verstanden werden will ist wohl nicht ganz unbegründet – oder bilde ich mir das nur ein?

Das Tanken in Frankreich war eine besondere Erfahrung. Viele Tankstellen sind auf reinen Automatenbetrieb umgestellt und haben kein Personal. Die Automaten ’sprechen‘ nur französisch und akzeptieren keine üblichen Kredit oder EC Karten und auch kein Bargeld. Man benötigt eine Tankkarte der Gesellschaft. Das kann mitten auf dem Land an einem Wochenende schon zum Problem werden. Tankstellen an der Autobahn haben Personal aber selbst in größeren Städten kann man auf diese Automaten treffen.

Zentral Frankreich ist eher langweilig. Ein einziges Agrargelände. Felder soweit das Auge reicht. Die Straßen gehen oft ewig Grade aus und Abwechslung sucht man vergebens. Dazu kommt das Frankreich wirklich nicht klein ist. Man fährt doch relativ lange durch recht monotone Gegend. Die Gegend an der Loire sieht dann schon wieder ganz anders aus. Hier kommen Schlösser Fans voll auf ihre Kosten. Alle paar Kilometer eine andere Sehenswürdigkeit.

Der Verkehr auf den Landstraßen ist manchmal nicht ganz ohne. Viele Franzosen nehmen auf in Kolonne fahrende Biker keine Rücksicht. Wir haben es mehrfach erlebt das trotz Gegenverkehr zum Überholen angesetzt wird und dann in die Gruppen rein gedrängelt wird. Das erfordert dann schon ein gehöriges Maß an Aufmerksamkeit beim fahren.

Der französischen Küche kann ich nicht so viel abgewinnen. Gänseleberpastete ist nicht mein Fall und der Rest ist so La-La. Ganz im Gegensatz dazu entschädigen dann die französischen Weine. Das war dann immer so ein kleines Highlight am Abend.

Die Zusammenstellung der Reise war dann aber doch recht interessant. Die Schlösser und Geschichten kennt man irgend wo her, der Besuch bei daVinci lohnt sich auf jeden Fall.

Meine Rückreise über die Schweiz und Österreich war dann eine schöne Verlängerung der Tour. Hier konnte ich frei fahren. Schwerpunkt in den beiden Tagen war das Fahren und nicht das Besichtigen. Die Planung der Route am PC birgt ein paar Überraschungen aber ich habe es nicht bereut. So hatte ich auf der Strecke mehr Pässe als geplant und 2 Tage richtig viel Spaß.

Wer bis hier her durchgehalten hat und alles gelesen hat, dem hat der Bericht offenbar gefallen. Guckt doch auch mal bei meinen anderen Touren oder in der Galerie vorbei. Vielleicht findet ihr ja die eine oder andere Anregung.

Die Reiseroute im Überblick

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