Elsass 2008

Feucht geht es auch am Tag 2 unserer Elsass Tour weiter, aber leider anders als gedacht. Die Schwüle am Vortag ließ uns ja ja schon einiges vermuten und so kriegen wir die Bestätigung in Form von Dauerregen. Es ist recht warm aber es regnet Bindfäden. So planen wir spontan um und fahren nur ein paar Kilometer in das nahe gelegene Hatten und besuchen dort das Musée Historique de L’Abri.

Im Zentrum der Anlage liegt der Großunterstand ABRI. Auf dem Gelände hat man eine Art Freiluftmuseum mit diversen Militär-Gerät und ein paar Ausstellungshallen errichtet. So schaffen wir es einigermaßen trocken zu bleiben als wir uns alles ansehen. Der Unterstand wurde hergerichtet und mit allerlei Ausstellungsmaterial gefüllt. Hier bekommen wir auch wieder eine Führung durch die Anlage.

So ein Sommertag kann lang sein und wenn man nicht im Regen Motorrad fahren will braucht man Alternativen. Wir kehren schon am frühen Nachmittag ins Hotel zurück und legen uns erst mal trocken. Die Klamotten haben Zeit bis morgen um wieder trocken zu werden. Die anschließende Beratung ergibt mit Unterstützung vom Hotel eine Interessante Idee. Es wird ein Kleinbus organisiert und wir fahren ein paar Kilometer nach Uberach um dort eine Obst-Brennerei aufzusuchen. Von dieser bezieht unser Hotel seine Brände. Da ist es dann auch besser nicht auf eigenen Rädern unterwegs zu sein und so bringt uns ein altersschwacher Renault Kleinbus zur Distillerie Artisanale Hepp. Hier bekommen wir vom Chef einen Einblick in die Geheimnisse der Obst-Brennerei und besorgen uns einige Mitbringsel im Hofladen. Alles ausgesprochen leckere Liköre und Brände.

Da noch immer Zeit bis zu unserer Rückfahrt ist spazieren wir zu Fuß durch Uberach und da man bekanntlich nicht auf einem Bein stehen kann nehmen wir den Weg zu einer Mikro-Brauerei, der Brasserie Uberach. Hier produziert man mit jedem Brauvorgang ein anderes Bier und von der Vielfalt kann man sich gleich vor Ort in der gemütlichen Stube überzeugen. Die jungen Betreiber zeigen uns voller Stolz ihre Anlage und erklären in einem Mix aus Französisch, Deutsch, Händen und Füßen wie man hier arbeitet. Das läuft alles ein wenig anders als bei uns und hat mit deutschen Reinheitsgebot nicht viel zu tun. Schmecken tut das Bier aber trotzdem! Zum verabredeten Zeitpunkt holt uns dann unser Bus wieder ab und bringt uns ins Hotel zurück. Fahr-tüchtig ist von uns keiner mehr. So kann man aus einem verregneten Tag auch mal was gutes machen wenn man schon nicht mit dem Motorrad fahren kann. Das gemeinsame Abendessen war dann wieder das berühmte Tüpfelchen auf dem i.

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