BDC Frankreich Tag 02 von Jena nach Sinsheim

Die Sonne kitzelt uns aus den Betten und wir beginnen den Tag mit einem gemütlichen Frühstück in der Papiermühle. Draußen ist es noch recht kühl aber der Tag verspricht das Blaue vom Himmel und so freuen wir uns auf den Weg über den Thüringer Wald, Rennsteig, vorbei an Würzburg nach Sinsheim. Das ist ein schönes Stück Weg aber uns hetzt ja keiner. Nachdem wir das Gepäck verladen haben (warum ist Steffen damit immer so schnell fertig?) nehmen wir die ersten Kilometer in Angriff, die uns gleich mal zum wach-werden über kleine Nebenstraßen die Hügel hoch bringt.

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Ilmtal Eisenbahn Viadukt

Wir haben mit dem BDC letztes Jahr einen Ausflug in diese Gegend gemacht und erkennen die Strecke wieder, die wir diesmal in umgekehrter Richtung fahren. Wir nutzen die Gelegenheit um in Stadtilm ein paar Bilder von Ilmtal Eisenbahn Viadukt zu machen, die wir bei unserer letzten Tour vergessen haben. Aber lange halten wir uns nicht auf und langsam kommen wir bei gemütlichen Tempo und wenig Verkehr wieder in den Touren-Modus und lassen die abwechslungsreiche Landschaft auf uns wirken.

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Oldtimer in Waldau

Schon von weitem sieht man die neue ICE Trasse durch Thüringen mit ihren imposanten Brücken. Bei Langewiese fahren wir in weiten Bögen runter ins Tal um die zu diesem Zeitpunkt noch nicht betriebene Brücke zu unterqueren. Alles blitzt noch nagelneu und wartet auf die ersten Züge. Weiter geht es über Möhrenbach, wo wir letztes Jahr in der Pension Korn eine schöne Unterkunft gefunden haben, Richtung Neustadt am Rennsteig. Die Straße schlängelt sich zwischen den Hügeln des Thüringer Walds dahin und wir merken gar nicht wie die Zeit vergeht. So legen wir dann eine kleine Pause ein als wir bei Waldau unten auf einem Platz ein Oldtimer Treffen sehen. Hier gibt es u.a. echte Prachtexemplare aus DDR Produktion zu sehen.

Die allgegenwärtigen Supermärkte in den größeren Gemeinden bieten uns eine gute Möglichkeit schnell mal einen Imbiss zu nehmen und den Flüssigkeitshaushalt wieder in Ordnung zu bringen. Es wird doch zunehmend wärmer, je weiter wir nach Süden kommen. Wir sind jetzt an Hildburghausen vorbei. Die Hügel werden flacher und die Straße erfreut uns mit weiten Bögen. Inzwischen sind wir im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld angekommen und passieren die Haßberge. Die nächste größere Stadt auf unserem Weg ist dann Schweinfurt , wo wir den Main überqueren.

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Marktbreit am Main

Die Gedanken werden während der Fahrt frei. Wir gucken links und rechts, ohne den Verkehr aus den Augen zu lassen, und erfreuen uns einfach an der Abwechslung, die uns die Landschaft bietet. Mit unserem gemütlichen Tempo abseits der großen Verkehrsströmen ist so etwas möglich und so entgeht uns auch das kleine Hinweisschild am Rand nicht, das wir bei Mainbernheim plötzlich stehen sehen: Haribo Werksverkauf. Es ist schon erstaunlich, wie man sich in Sekundenbruchteilen entscheiden kann einen Abstecher zu unternehmen und kurze Zeit stehen wir im Schlaraffenland. Hier gibt es alles, was die Leckerdmäulchen begehren. Dazu Produkte, die man kaum im Supermarkt oder überhaupt in Deutschland findet. Wir decken uns für den Rest der Tour ein und füllen die letzten Ritzen in unseren Gepäcktaschen. Von jetzt begleiten uns auch 2 Bären auf den Motorrädern. Als Bärliner auf dem Weg ins Hotel Bär eigentlich selbsterklärend, oder?

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Hotel Bär in Sinsheim

Bei Marktbreit machen wir an der Autobahnbrücke über den Main noch mal eine Pause um die Sonne zu genießen und unsere Beute vom letzten Stopp ein wenig zu verkosten. Bis Sinsheim sind es noch etliche Kilometer und der Verkehr nimmt zu. Es ist Freitag Nachmittag und ändern können wir daran nichts. So fahren wir am Rand des Odenwalds über Mosbach nach Sinsheim, wo wir heute im Hotel Bär zu Gast sind. Das Hotel kenne ich schon von meiner Normandie-Tour und wir können auch diesmal unsere Motorräder in der Tiefgarage unterbringen. Das Hotel hat sich erweitert und so ist die Pizzeria nebenan jetzt direkt angeschlossen. Das Angebot nehmen wir gerne an und wir werden nicht enttäuscht. Den Abend lassen wir dann auf dem Fohlenmarkt, ein Volksfest mit Reitertreffen, ausklingen. Das liegt in Laufweite und wir können unser Abendessen ein wenig abarbeiten.

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Auf der Seite 2 gibt es die Reiseroute und auf Seite 3 die Bilder vom Tag

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