Norwegen – Die Planung

Im Januar 2012 fangen wir mit den Planungen der Strecke an. Unser erstes Problem bei der Tour ist der Zeitplan. Wer nach Norwegen fährt handelt als Motorradfahrer meist nach dem Motto ‚Der Weg ist das Ziel‘ und abends wird sich schon eine Unterkunft vor Ort finden. So können wir diesmal leider nicht verfahren, da die Urlaubsplanung aus beruflichen Gründen nicht einfach ist. Das macht es nötig einen festen Plan für die Tour auszuarbeiten, die möglichen Unterkünfte im Voraus zu planen und nach Möglichkeit zu reservieren. Das mögliche Wetter müssen wir ignorieren und nehmen wie es kommt. Reserven haben wir leider keine. Aber wir essen immer artig auf und so wird es wohl schon passen.

Mit diesen Vorgaben im Nacken hat Fred uns schon mal die Fähre von Kiel nach Oslo für den 17.6.2012 Reserviert. Wir fahren mit freundlicher Unterstützung der Color Line auf einer der größten Fähren Europas, der M/S Color Magic,  über Nacht nach Oslo wo wir am 18.6 Vormittags ankommen und unsere Reise starten werden. Die Rückfahrt haben wir gleich mit gebucht und so müssen wir am 30.6 wieder am Kai in Oslo sein. Wir freuen uns schon auf die Color Magic, die wohl einiges zu bieten hat. Auf der Webseite von Color Line finden sich die Daten zu dieser Riesen Fähre.

Wie man aus diesen Daten schon ahnt, haben wir uns da ganz schön was vorgenommen. Wir müssen von Oslo zum Polarkreis in 3 Tagen kommen – egal wie. Die Rückfahrt nach Oslo wird dann deutlich entspannter, ist aber aufgrund der insgesamt zu fahrenden 4000km nicht ohne Herausforderung.

Jetzt sitzen wir gemütlich alle zusammen und überlegen uns, wie wir vorgehen sollen. Praktische Erfahrungen für den Großteil der Strecke hat keiner von uns. Aber als Tourenfahrer nehmen wir die Herausforderung sportlich. Ich greife also zum PC, rufe meine Touren Planungssoftware auf (Garmin Mapsource) und setze mal ein paar Punkte als Wegpunkte auf die Karte und lass den Rest das Programm machen. Na, das wird ja ein Ding. Da die Anfahrt im Prinzip feststeht und wir nicht nur der E6 nach Norden folgen wollen zerlegen wir den Weg zum Polarkreis in 4 möglichst gleich lange Etappen und achten darauf nicht mehr als 300km pro Tag zu fahren. Das Tempo in Norwegen ist eher gemächlich und Limits wollen wir zur Schonung unserer Kasse nicht übertreten.

So ergibt sich nach Rückfrage bei anderen Norwegenfahrern eine akzeptable Anreise ohne wirkliche Highlights. Wir werden außerhalb von Trondheim in Hütten übernachten und der Stadt einen Abstecher widmen. Ansonsten sehen wir zu, das wir unser Ziel am 21.6 zügig erreichen.

Fred hat schon angefangen mal ein paar kurze Artikel über unseren Plan zu verfassen, die man hier nachlesen kann: polarkreis1polarkreis2polarkreis3
Fred führt auch ein Blog über die Reise

unsere geplante Reiseroute
Karte (c) Garmin

Ich stöbere da lieber im Web rum und suche uns die Norwegen Highlights raus, die wir auf jeden Fall mitnehmen müssen. Sehr hilfreich waren hierbei 2 Dinge: Das ADAC Tourenpaket für Norwegen und der kostenlose Reiseführer Touristeninformation für den Kystriksveien Route 17. Der lässt sich dort als PDF im Shop auf Deutsch runter laden und enthält neben Fährenplänen und Sehenswürdigkeiten auch Unterkünfte an der Strecke. Dazu alles mit WGS84 Dezimal Geo Koordinaten so das man diese direkt in seine Planungssoftware übernehmen kann. Sehr Praktisch!

Mit den ganzen Informationen bewaffnet gelingt es auch die Rückfahrt nach Oslo so zu planen, das wir unter Berücksichtigung der ganzen Fähren in Norwegen gut fahrbare Etappen bekommen und nicht hetzen müssen. Wir werden von reinen Fahrzeiten um 6h pro Tag ausgehen und haben dazu täglich etliche Reservezeit für Pausen, Fotos und Besichtigungen eingeplant. Und dunkel wird es praktischer Weise auch nicht wirklich. So werden wir nun die nächsten Tage immer wieder mal gemeinsam die Tour überprüfen während Fred ein paar Anfragen an mögliche Unterkünfte raus geschickt hat. Wir lassen uns überraschen …

Die einzelnen Tagesetappen kann man in den Berichten zu den Etappen als gpx Datei herunter laden. Zu finden ist der Link jeweils unter der Karte. Auf der letzten Seiten des Berichts habe ich die Tour noch als Zip Datei abgelegt. Das gpx File enthält alle Tagesetappen. Die gpx Daten sind während der Fahrt entstanden und geben den Verlauf unserer Reise wieder.

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