Rabenstein 2

Eine Variante der Tour Rabenstein, von der Spinnerbrücke durch den Fläming, 268km

Diese Tour wird uns von Berlin durch den Fläming zur Burg Rabenstein führen. Mit diesem Satz fing auch die Beschreibung der anderen Rabenstein-Tour an. Diesmal starten wir aber an der Spinnerbrücke in Berlin und hier wird sie auch wieder enden. Es ist eine Rundreise in den Süd-Westen von Brandenburg geplant. Ich empfehle einen Start gegen 10:00Uhr nach einem Biker-Frühstück. Unterwegs gibt es ein paar Stopps, so das man für die relativ kurze Strecke doch ein paar Stunden braucht.

Zuerst geht über die A115 vorbei an der eBay-Zentral Deutschland auf dem Gelände des ehemaligen Kontrollpunkt Dreilinden zur Ausfahrt Kleinmachnow. Wir folgen der Straße zur Schleuse und fahren über Stansdorf zur L77. Hier lässt der motorisierte Verkehr schon stark nach. Man muss nur auf die vielen Radfahrer achten, die hier trainieren. Bald wird abgebogen und wir schlängeln uns über L79 und verschiedene Kreisstraßen durch die Gegend. Der Belag ist durchweg in Ordnung.

Bei Schönhagen gelangen wir auf die stärker befahrene B246. Aber keine Sorge, schon in Zauchitz biegen wir auf die L73 ab und schon wird es wieder ruhiger. Wer möchte kann in Dobbrikow an der Gaststätte Die Scheune eine erste Pause einlegen. Danach geht es weiter über kleine Straßen immer weiter Richtung Altes Lager. Ab Lindow gibt es auf der K7215 dann doch etwas feines und gut fahrbares Pflaster, aber nur ein paar Meter, keine Sorge.

Seit einiger Zeit sieht man schon den riesigen Windpark Lindow mit mehr als 70 Windrädern vor uns liegen. Bei Schönefeld kann man auf der Höhe anhalten und den Blick zum einem über die Technik und in die andere Richtung über den Fläming schweifen lassen. Wir stehen auf einer kleinen Anhöhe und können weit nach Westen sehen. Da irgendwo im Wald vor uns liegt das nächste Ziel der Tour. Wir mogeln uns weiter über kleine Straßen zum ersten größeren Stopp durch.

Nach dem unterqueren der A9 gibt es bald einen kleinen Abzweig hoch zur Burg Rabenstein, an dem man leicht vorbei schießt. Also bitte nicht so schnell fahren. Man sieht die Burg erst, wenn man oben ist. Der Wald ist sehr dicht, Satellitenempfang für das GPS ist schon schwierig. Oben gibt es einen großen Parkplatz und man muss nur kurz laufen. Die gute Küche in der Burg ruft wieder und nach dem Essen kann man auf den Burgfried klettern und die Aussicht genießen. Eintritt €1,- (stand 2007). Die Kletterpartie im Turm ist mit Motorradklamotten nicht ganz einfach, aber bislang ist noch jeder hinauf und wieder runter gekommen. Wer kein Mittag in der Gaststätte machen will findet in der urigen Hofbäckerei vor der Burg leckere Snacks.

Den Kaffee auf der Burg lassen wir ausfallen, denn den nehmen wir am nächsten Zwischenstopp zu uns. Man kann die nächste Etappe ein wenig über die A9 bis zur Ausfahrt Köselitz abkürzen aber wir sind ja Genießer und so fahren wir über einige kleine Straßen weiter durch den Fläming. Uns begleiten dichte Wälder und kleine Dörfer. über B107 und B187A geht es kreuz und quer durch die Gegend bis wir bei Reuden wieder auf die B246 stoßen. Hier liegt unser nächster Stopp beim Bikertreff Tequila Drive. Zeit für den angekündigten Kaffee.

Nachdem wir uns so nochmals für den Rest der Strecke gestärkt haben, fahren wir über die B246 in Richtung Wiesenburg/Mark. Wer möchte, kann sich das Städtchen und die Burg gerne näher ansehen. Überall wird gewerkelt und rausgeputzt. Auf dem weiteren Weg kommen wir nach Belzig. Wer muss, kann hier die Gelegenheit wahrnehmen und Tanken. Hinter Belzig folgen wir der gut ausgebauten B102. Hier muss je nach Wochentag mit stärkeren Verkehr gerechnet werden, aber die Alternativen sind rar. So kommen wir mehr oder wenig stressfrei nach Kloster Lehnin und verlassen die Hauptstraße um auf der L88 weiter zu gondeln.

Die letzten paar Kilometer stehen auf dem Tourenzettel. Kurz hinter Klaistow glaubt man an eine Fata Morgana als man auf dem Land ein riesen Schiff stehen sieht. Kommt man näher, sieht man eine der Attraktionen des Spargelhofes Klaistow. Hier steppt der Bär und lädt zum tanzen ein. Es ist gerade ein Herbstfest und viele fleißige Helfer regeln den Verkehr (Update: Auf dem Spargelhof wurde viel gebaut und das Schiff ist einem Erlebnis-Spielpark gewichen). Kurz darauf kreuzen wir den Berliner Ring und müssen uns entscheiden ob wir L90/B1 durch Potsdam fahren oder gemütlich über die Tempo 30 Strecke am Schwielowsee entlang über Ferch und Caputh. Dieser Weg kann am Wochende durch Ausflügler verstopft sein. Wir wuseln uns den Rest des Weges durch Potsdam und über die Königstraße zurück zur Spinnerbrücke.

Zeitbedarf für die Fahrt, ohne Pause auf der Burg, ist ca. 4-5h. Für die Besichtigung der Burg und das Essen sollte man noch mal 2h einplanen.

Download

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.